BAG aktiv in der Nationalen Armutskonferenz

Ene März tagten die Delegierten der Nationalen Armutskonferenz in Berlin. Neben Jürgen Maier, dem langjährigen BAG-Delegierten, nahm erstmals Dr. Milena Riede aus Berlin als aus dem Vorstand benannte weitere BAG-Delegierte an der Sitzung teil. Zukünftig wird auch Daniela Tews aus Stendal die BAG in der Nationalen Armutskonferenz vertreten.

Zum Einstieg in die Delegiertenversammlung referierte Dr. Gisela Notz zum Thema „Frauen und Armut“. Mit diesem Thema befasst sich die NAK seit einiger Zeit in einer Arbeitsgruppe und plant auch die Herausgabe einer Broschüre. Während der Versammlung wurde informiert über die „Kampagne gegen Kinderarmut“, die vor allem im Vorfeld der Bundestagswahl die demokratischen Parteien anspricht und zum Handeln auffordert. Der Kampagne haben sich mittlerweile zahlreiche Organisationen und Einzelpersonen angeschlossen.

Ausführlich wurde die Entstehung des 5. Nationalen Armuts- und Reichtumsberichts beraten. Die NAK hat in ihrer Stellungnahme zum Entwurf u.a. die Nichtbeteiligung von Betroffenen kritisiert. Als Gegenentwurf zum Bericht der Bundesregierung plant die NAK wieder die Herausgabe eines „Schattenberichts“. Die BAG-Delegierten werden dabei auch die Positionen der BAG einbringen. In engem Zusammenhang damit steht, dass sich die NAK gemeinsam mit Gewerkschaften und Sozialverbänden am „Bündnis Reichtum umverteilen“ beteiligt. Hierzu fand vor dem NAK- Delegiertentreffen eine Bundespressekonferenz statt, in der auch die neue Sprecherin der NAK, Barbara Eschen Stellung, bezogen hat.

Abschließend wurde auf die neue Homepage der NAK www.nationalearmutskonferenz.de und die entsprechende Seite auf Facebook hingewiesen.

Für die BAG besonders relevant ist die Einrichtung einer „AG Wohnen“, in der Daniela Tews und Jürgen Maier das Thema auch in den Zusammenhang mit einer Sozialen Stadtentwicklung und der Notwendigkeit von Gemeinwesenarbeit stellen werden.

Weiterhin wurde eine „AG Vernetzung von Betroffenen“ ins Leben gerufen, an deren Sitzung Milena Riede Anfang April teilnahm. Die Gruppe befasst sich mit der Verbesserung der Repräsentanz verschiedener Gruppen von Armutsbetroffener in der NAK. Beim Treffen wurde lange über die Zusammensetzung der NAK, die Notwendigkeit der Aktivierung vorhandener Mitglieder und die gezielte Ansprache weiterer unterrepräsentierter Akteur*innen diskutiert. Insbesondere auch jüngerer Teilnehmer*innen, Migrant*innen und Familien sollen verstärkt angesprochen werden.