Soziale Stadtentwicklung bleibt eine dauerhafte und gemeinsame Aufgabe von Bund, Ländern und Gemeinden. Der Gemeinwesenarbeit ist auf absehbare Zeit höhere fachliche und politische Aufmerksamkeit zu widmen, um die Aufgaben in den Quartieren fortzuführen und zu sichern. Die Prozesse im Rahmen des Programms »Soziale Stadt« können als modellhaft für viele der neuen Herausforderungen angesehen werden, die sich für den sozialen Zusammenhalt im Gemeinwesen und die Weiterentwicklung von Wirtschafts- und Sozialpolitik stellen.
Die Autorinnen und Autoren, die die BAG Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit in diesem Band zusammengeführt hat – Heike Binne, Adalbert Evers, Oliver Fehren, Tobias Habermann, Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte Hessen e.V., Rolf-Peter Löhr, Petra Potz, Jürgen Schöberlein, Reinhard Thies und Daniel Wölfle – nehmen wissenschaftliche Begriffsbestimmungen zur Aktivierung von Zivilgesellschaft und zur Rolle der Gemeinwesenarbeit in sozial benachteiligten Stadtteilen vor. Erfahrungsberichte aus der lokalen Praxis zeigen, wie in den Stadtteilen Brücken zu bauen sind. Es geht darum, unterschiedliche Interessen und Erwartungen für das gemeinsame Ziel der Verbesserung der Lebensbedingungen und der gesellschaftlichen Teilhabe zu aktivieren.
Der Band ist in der Schriftenreihe mitarbeiten.skript der Stiftung Mitarbeit erschienen und kann gegen eine Schutzgebühr von 5 Euro zuzüglich Versandkosten bei der Stiftung Mitarbeit bestellt werden: www.mitarbeit.de/mitarbeitenskript.html
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Die BAG Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit e.V. hat zwischen 2008 und 2009 das Modellprojekt „Aktivierung von Zivilgesellschaft in der Sozialen Stadt“ der Bundesinitiative „Nationale Stadtentwicklungspolitik“ im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung erfolgreich durchgeführt. Im Folgenden werden die wichtigsten Ergebnisse und weiterführenden Überlegungen und Empfehlungen vorgestellt. Dokumentationen der Aktivitäten sowie das Berliner Memorandum stehen zum Download zur Verfügung.
Die Ausgangsüberlegung für das Modellprojekt entstand aus Beobachtungen und Erkenntnissen, die in der praktischen Arbeit der BAG Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit e.V. gewonnen wurden. Danach ist die Stabilisierung und Entwicklung der sozial benachteiligten Stadtteile auf absehbare Zeiträume eine andauernde Aufgabe. In spezifischen Sozialräumen konzentrieren sich dauerhaft die Folgen von sozialer Benachteiligung, demografischer Entwicklung und Zuwanderung. Weil die Integration der gesellschaftlich und räumlich an den Rand gedrängten Bevölkerungsteile über den Zeithorizont spezieller Förderprogramme bestehen bleibt, haben die betroffenen Stadtteile und ihre Bewohnerschaft aufwändige Integrationsleistungen zu erbringen. Sie müssen dazu deshalb dauerhaft in die Lage versetzt werden – infrastrukturell, materiell und ideell. Als Schlüsselakteure für die Quartiersentwicklung sind die Bürgerinnen und Bürger, die sozialen Einrichtungen und Dienste, Träger und Netzwerke, die lokale Wirtschaft, die zuständigen Verwaltungsabteilungen und die Politik sozialraum-kompetent zu stärken, zu qualifizieren und aufzustellen.
Zielsetzungen des Projekts waren
• eine bundesweite Plattform von Kompetenznetzwerken der zivilgesellschaftlichen Akteuren und einen Beirat zur fachlichen Begleitung aufzubauen,
• Landesnetzwerke und Landesarbeitsgemeinschaften als Multiplikatoren zu stärken,
• Beispiele lokaler zivilgesellschaftlicher Netzwerke und erkenntnisreicher Praxis zu dokumentieren,
• Handlungsanforderungen zur weiteren Mobilisierung lokaler zivilgesellschaftlicher Netzwerke zu erarbeiten und
• ein gemeinsames Memorandum als Abschlussprodukt zu formulieren.
Der zweiteilige Endbericht zum Projekt kann hier heruntergeladen werden:
Das Berliner Memorandum mit dem Titel "Zivilgesellschaftliche Netzwerke in der Sozialen Stadt stärken!“ wurde im Dezember 2009 als ein Ergebnis des Modellprojekts "Aktivierung von Zivilgesellschaft in der Sozialen Stadt" vorgelegt. Es enthält Empfehlungen und Handlungsoptionen für eine veränderte soziale Stadtentwicklungspolitik und Praxis vor Ort und soll zwischen den Diskursen zur Stadtentwicklungspolitik und zur Gemeinwesenarbeit vor Ort Brücken schlagen.
Das Berliner Memorandum können Sie hier herunterladen: Berliner Memorandum "Zivilgesellschaftliche Netzwerke in der Sozialen Stadt stärken!"
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Die BAG Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit hat im Rahmen des Projektes "Aktivierung von Zivilgesellschaft in der Sozialen Stadt" die Fachkonferenz "Bürgerschaftliche Netzwerke stärken. Gemeinwesenarbeit als Handlungsprinzip der sozialen Stadtentwicklung" am 17. und 18. September 2009 im Nachbarschaftshaus Urbanstraße in Berlin veranstaltet.
Die Dokumentation der Fachkonferenz können Sie hier herunterladen: BAG_Dokumentation_Konferenz_September_2009.pdf
Die einzelnen Beiträge zur Veranstaltung können im Folgenden heruntergeladen werden:
Frederick Groeger-Roth, Monika Neumaier, Reinhard Thies (2010): Beschäftigungsförderung für den Stadtteil. Erfahrungen und Konzepte aus der Gemeinwesenarbeit. In: Informationen zur Raumentwicklung H. 2/3 (Bildung, Arbeit und Sozialraumorientierung), S. 197-206
Petra Potz, Reinhard Thies (2010): Zivilgesellschaftliche Netzwerke in der Sozialen Stadt stärken! Gemeinwesenarbeit in der integrierten Stadtentwicklung. In: RaumPlanung H. 148, S. 11-16 Download
Petra Potz, Reinhard Thies (2009): Aktivierung von Zivilgesellschaft in der Sozialen Stadt: Handlungsfelder, Handlungsanforderungen und Befunde. In: Stiftung Mitarbeit: Wegweiser Bürgergesellschaft, Online-Newsletter 23/2009 vom 20.11.2009 Download (externer Link)
Reinhard Thies, Petra Potz, Monika Neumaier (2009): Aktivierung von Zivilgesellschaft in der Sozialen Stadt. In: Forum Wohnen und Stadtentwicklung H. 4, S. 202-205 Download (externer Link)
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Zur Initiative "Nationale Stadtentwicklungspolitik" gelangen Sie hier: www.nationale-stadtentwicklungspolitik.de