Quartiermanagement Soziale Stadt, 20. September 2016, BMUB
Quartiermanagement Soziale Stadt, 20. September 2016, BMUB
Quartiermanagement Soziale Stadt, 20. September 2016, BMUB
Quartiermanagement Soziale Stadt, 20. September 2016, BMUB

Quartiermanagement Soziale Stadt – eine Arbeitshilfe

Berlin/Jena. Am 20.09.16 stand das Quartiermanagement im Mittelpunkt einer sehr gut besuchten Veranstaltung mit circa 150 Personen des BMUB, an der auch die Ministerin Barbara Hendricks teilnahm. Das Treffen diente hauptsächlich dazu, um die Arbeitshilfe für das Quartiermanagement zu präsentieren, mit deren Erarbeitung das Büro Quaestio Forschung & Beratung beauftragt wurde.

In der ersten Runde ging es im Podium um die Herausforderungen im Quartier, wie man ihnen begegnet. Ein wichtiges und zentrales Thema ist seit Anbeginn des Programmes „Soziale Stadt“ das ressortübergreifende Denken und Agieren, so der Programmansatz. Die Theorie ist das eine, die Praxis hat sich bisher schwer damit getan. Ministerin Hendricks hat die Debatte wieder angeschoben. Den Quartiermanagement-Ansatz bezeichnet sie als guten Weg und betont, das mit diesem Ansatz räumlich gedacht wird, „nicht alle denken räumlich, aber wir als Stadtentwicklung nehmen die individuellen Bedürfnisse der Leute im räumlichen Zusammenhang wahr“, betonte die Ministerin. Auch wenn keine bahnbrechenden Ergebnisse vorliegen, freut sich die Ministerin über den Ende August verabschiedeten Kabinettsbeschluss zur ressortübergreifenden Strategie „Nachbarschaften stärken, Miteinander im Quartier“. Die anderen Ressorts seien „zugänglich“ dafür und ESF-Mittel zur Mitfinanzierung dieser ressortübergreifenden Strategie bringen die anderen mit, so Hendricks. In der Diskussion bemerkte dazu Marcel Wark, Stadtteilmanager in Sachsen-Anhalt, dass eine Zusammenarbeit mit anderen Ressorts nicht selbstverständlich sei.

Nach der ersten Diskussionsrunde wurde dann die Arbeitshilfe präsentiert und als Printversion zur Verfügung gestellt. Sie beinhaltet drei wesentliche Punkte, die Grundlagen und Rahmenbedingungen, das Aufgabenspektrum (Bedeutung und Arbeitsweisen) und Kooperationen und Partnerschaften im Quartier. Ebenfalls ist die Verstetigung ein Thema in der Broschüre. Beispiele aus der Praxis runden das Werk ab.

Die Veranstaltung beinhaltete noch zwei weitere Gesprächsrunden, „Kooperation zwischen Quartiermanagement und Stadtteilakteuren“ und „Quartiermanagement als gesamtstädtischer Ansatz?“, in denen die Vortragenden aus ihrem Erfahrungsschatz berichteten.