Bericht: Erfahrungsaustausch „Gemeinwesenarbeit mit Abstand?“

An dem Austausch nahmen in der GWA Tätige aus ganz Deutschland aus ganz unterschiedlichen Trägern teil, wie beispielsweise Wohnungsbauunternehmen, Kommunen, kirchliche und soziale Trägern. Die Kolleg*innen arbeiteten aktuell überwiegend im Home Office und Büro.

Zu Anfang berichtete Tom Liebelt vom Gemeinwesenverein Heerstraße Nord e.V. (Berlin-Spandau) aus seinem veränderten Arbeitsalltag in Zeiten Coronas. Er ging ein auf Fragen zur Vereinbarkeit von privatem und beruflichem Alltag, veränderten Herausforderungen in der täglichen Arbeit, aber auch auf die Frage, wie digitale und analoge Kanäle langfristig kombiniert werden können

Die Erfahrungen der Teilnehmer*innen unterschieden sich teils stark:

  • Ein teilnehmende Person sagte, dass sie digitalen Raum mit Bewohner*innen gar nicht nutzen dürfen - wegen Datenschutz. Das größtmögliche seien beispielsweise Telefonkonferenzen
  • Eine andere Person sagte, dass sie an Videokonferenz nur teilnehmen dürften, dafür jedoch keine initiieren. Alle Ideen für digitale Austauschmöglichkeiten seien von den Vorgesetzten wegen Datenschutzbedenken abgelehnt worden
  • Wiederum andere nutzten soziale Medien, Nachbarschaftsplattformen und mehr ohne Probleme
  • Vereinzelt wurden mithilfe von Kommunen und anderen Unterstützer*innen auch extra Online-Plattformen gestartet oder Zielgruppen mit Tablets, Smartphones und mehr ausgestattet

Viele Kolleg*innen stimmten überein, dass die veränderte Situation durch Covid-19 auch neue Möglichkeiten eröffnete und so beispielsweise neue Personen erreicht werden konnten, zu denen vorher kein Zugang bestand. Außerdem wurde deutlich, dass es viel mehr Hilfsbereite gab, als Menschen, die diese Hilfe nachfragten.

Die Kolleg*innen erzählten aus ihrem Alltag, stellten Fragen und gaben sich gegenseitig Tipps. Hier die Links: