Begegnung, Austausch und gemeinsame Perspektiven
Der Auftakt der GWA Werkstatt fand am 29. Juni 2026 in Hannover statt. Bereits der Marktplatz bot Gelegenheit, unterschiedliche Ansätze der Gemeinwesenarbeit kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Vorgestellt wurden unter anderem Qualitätsstandards der Gemeinwesenarbeit, Methoden zur Aktivierung von Bewohner*innen sowie Beispiele für tragfähige Strukturen und Finanzierungsmodelle.
Im anschließenden Plenum eröffnete Prof. Dr. Beate Küpper mit ihrem Impuls zur Studie „Die angespannte Mitte“ den fachlichen Diskurs. Der Vortrag zeigte eindrücklich, welche Auswirkungen gesellschaftliche Polarisierung, Unsicherheit und demokratiefeindliche Einstellungen auf das Zusammenleben haben – und warum lokale Räume für Demokratie wichtiger werden denn je.
Daran schloss sich die Podiumsdiskussion „GWA als Antwort – Was braucht Gemeinwesenarbeit?“ an. Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft und Praxis diskutierten gemeinsam, welche politischen und fachlichen Rahmenbedingungen notwendig sind, damit Gemeinwesenarbeit ihre Potenziale entfalten kann. Dabei wurde deutlich: Gute Gemeinwesenarbeit braucht Verlässlichkeit, Zeit für Beziehungsarbeit und eine dauerhafte strukturelle Verankerung in Kommunen.
Der Netzwerktag setzte damit den Rahmen für die folgenden Werkstatttage in Loccum: Austausch auf Augenhöhe, gegenseitiges Lernen und die gemeinsame Suche nach tragfähigen Lösungen.